07 | Juli, 2021

We did it our way – RaRo Sommerlager 2021

Dienstag 27.07:

Um 7:30 trafen sich 11 top motivierte (wache) Ra/Ro im Pfadiheim. Der Meusburger Bus (wir würden noch viele nette Erfahrungen mit ihm machen) wurde beladen und zusammen mit den Autos von Sunshine und Selina fuhren wir geradewegs über den Brenner in den Süden und bestaunten nach 5h Fahrt den wunderschönen Gardasee. So ungefähr lässt sich die Fahrt kurz zusammenfassen, lässt man die ein oder andere Schramme am Auto (Genet mag keine Parkplatz Begrenzungen), das Ausfallen der Klimaanlage (Hut ab vor Team Wellness Oase) oder gar die undichten Fenster des Meusburger Büssles während strömendem Regen außer Acht.
 Unseren Campingplatz „Amici di Garda“ in Lazise konnten wir gleich nach der Ankunft bestaunen. Doch man meinte es gut mit uns und es regnete ab dem Zeitpunkt, ab dem wir begannen die Zelte aufzustellen. Gerade als der letzte Hering gesetzt war, hörte es auf und wir machten uns auf, um die Gegend zu erkunden und das Abendessen zu kochen.

Mittwoch 28.07:

Tagwache um 8:30 (+/- einer halben Stunde), Frühstück um ca. 8:30

Heute galt es die Stadt Verona unsicher zu machen. Mit unserer neu entdeckten Klimaanlage war die Fahrt ein Kinderspiel. In Verona bestaunten wir u.a.:

  • Das Amphitheater
  • Den halben Balkon von Romeo & Julia (so viel wie man von der Straße aus sieht)
  • Diverse Kirchen und Festungen
  • Die geheimnisvollen Gebäude von Zara, H&M, Flying Tiger und Disneyladen
  • Die unglaubliche Fähigkeit italienischer Marktverkäufer ihre Kunden jedes Mal um 1-2 Cent zu betrügen

Am späteren Nachmittag gaben wir uns der Hitze geschlagen, fuhren zurück zum Campingplatz und erkundeten die Untiefen des Gardasees. Am Abend versuchten wir ein Restaurant in Lazise zu finden (reserviert immer einen Tag zuvor!), irgendwann teilten wir uns auf, weil man zu 13. einfach keinen Gastgeber findet, nur um sich eine halbe Stunde später wieder zufällig im gleichen Restaurant zu treffen.

Donnerstag 29.07:

Gemeinsam fuhren wir nach Garda um an die Besteigung des „Rocca del Garda“ heranzugehen (Aussichtspunkt auf etwa Höhe des Zanzenberges).
 Über Dschungel und Stein gelangten wir schließlich zu einem bemerkenswerten Aussichtspunkt, wo wir sogleich das Picknick für eröffnet erklärten. Braune Strände, türkises Wasser, strahlende Sonne und kleine Segelboote auf dem Wasser, alles eingerahmt von wunderschönen Bergen (die sich nebenbei bemerkt hervorragend zum Klettern eignen) erstreckten sich vor unseren Augen. Nachdem wir befanden, es sei kitschig genug, machten wir uns an den Abstieg und in Rekordzeit zum Gardasee um das Wasser auch von innen zu betrachten.
Am Abend empfing uns der Campingplatz mit Livemusik, wir kochten gemütlich und ein paar gingen im Dunkeln noch Schwimmen. Damit wäre es ein feiner Abend geworden, doch wir hatten nicht mit der Liebe der Italiener zum Karaoke singen gerechnet. Unsere Gitarre kam gegen die wildesten „Amore Songs“ (z.B. „I did it my way“) nicht einmal ansatzweise an und um halb zwölf, ging uns der „Lärm“ so auf die Nerven, dass wir kurzerhand selber das Ruder ergriffen und in voller Lautstärke und Herzschmerz „Country Roads“ zum Besten gaben. Der DJ freute sich so sehr, dass er sogar ein paar Party Songs auflegte. Bei „Can’t hold us“ wurde es den italienischen Senioren hinter uns zu viel und wir wurden liebevoll vertrieben („Grazie mille, ma if you don’t go, some people will kill me here“ – Zitat des DJ’s)
 
Freitag 29.07:

Heute war unser letzter ganzer Tag in Lazise. Den nützten wir aus und fuhren zum goldenen Abschluss ins Gardaland. Egal ob Kinderkarussell, Blue Tornado, Raptor, Oblivion, oder Mammut, keine Achterbahn war vor uns sicher. Die Härtesten trauten sich sogar mit der Raupe zu fahren!
 Nach 8h Dauerfahren, beschlossen wir Richtung Campingplatz aufzubrechen. Wir nahmen einige Souvenirs mit zum Beispiel:

  • Viele Slashi-Behälter
  • Viele Beulen (der Schamane ist eine ganz schlechte Idee!)
  • Ein Kühlpack
  • Eine tolle Zeit voller Adrenalin Kicks

Am Abend gingen wir zur Feier des Tages noch einmal Essen mit einem abschließenden originalen „Gelato italiano“.

Samstag 30.07:

Zusammen bauten wir die Zelte ab und räumten den Lagerplatz picko bello auf. Nach einem obligatorischen „Nasenbohrer-Test“ konnten wir alle beruhigt losfahren (wir konnten unsere Eltern ja schlecht mit Corona überraschen).
 Die Fahrstimmung endete jedoch nach 5km als wir fest im Stau steckten (den nachfolgenden Feiertag „Ferragosto“ hatten wir nämlich nicht berücksichtigt). Wir gaben unser bestes, hörten 5x die gleiche Playlist und irgendwann standen wir dann doch an der österreichischen Grenze und wurden mit strahlendem Regen begrüßt…

Was wir bei diesem Lager gelernt haben:

  • Genet ist eine super Autofahrerin und sehr kreativ im Umgang mit Beton-Begrenzungen
  • Es braucht keine italienische Romeo & Julia, wenn man die Dornbirner Variante in der Gruppe hat
  • Man sollte sich vorab informieren, wie man richtig Brot einkauft
  • Bei Gruppenfotos bedarf es talentierter Außenstehenden, die nicht leicht zu finden sind
  • Drückt niemals Stefan einen Holzspieß in die Hand 🙂
  • Unterschätzt niemals die Karaoke-Liebe der Italiener, besonders nach einem Gläschen Wein
  • Eine Klimaanlage im Auto ist ein Segen

Allora, ciao bella Italia! Gut Pfad,
Raphi

Wir haben den Hügel erklommen
Einfache Küche
Gruppenfoto Klappe die 10 …
Singsang darf natürlich nicht fehlen
Spaß in Lazise bei Nacht
Die obligatorischen Testungen vor der Heimreise

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