Sommerlager der GuSp Regeldorff 16. - 25. Juli 2018

Er ist ein unvergessener Held, dessen Namen wohl jedes Kind kennt:

Robin Hood, der edle englische Räuber, der rundum Nottingham auf seine Weise für Gerechtigkeit sorgte und seine Beute stets mit den Armen teilte. Doch die glorreichen Zeiten des ehrenhaften Schützen, der mit Pfeil und Bogen durch die Wälder streift, gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Robin Hood leidet seit einigen Jahren an Alzheimer und verbringt seinen Lebensabend gemeinsam mit seiner treuen, schwerhörigen Freundin Lady Marian in einem Pflegeheim.

Als Lady Marian und Robin Hood am Montag bei einem nächtlichen Spaziergang auf unsere Guides und Späher treffen, die ihre Zelte in Burg Regeldorff aufgeschlagen haben, um hier ihr Sommerlager zu verbringen, ereilt die Beiden eine traurige Nachricht. Ihr alter Bekannter Bruder Tuck berichtet vom Ableben ihres treuen Freundes Little John und verliest sein Testament. Robin Hood erbt ein Kartenstück und weiß zunächst nicht was er damit anfangen soll. Doch wie durch ein Wunder erinnert er sich kurzzeitig an vergangene Tage und berichtet denn Guides und Spähern von einem Schatz, den er einst in ruhmreichen Tagen vergraben hatte. Auch Lady Marian weiß von diesem Schatz und führt weiter aus, dass Robin die dazugehörige Schatzkarte in viele Teile geschnitten und unter seinen Freunden und Bekannten verteilt habe. Natürlich wissen weder Lady Marian noch der vergessliche Robin in wessen Besitz sich die Kartenteile heute befinden, geschweige denn wo der Schatz zu finden ist. Außerdem ist der in die Jahre gekommene Robin Hood nicht mehr in der Lage sich selbst auf die Suche zu machen und bittet daher unsere Guides und Späher um Hilfe. Selbstverständlich nehmen sich unsere mutigen Schatzsucher dieser Herausforderung an und sichern Robin ihre Hilfe zu. Doch die Zeit drängt – es bleiben nur 10 Tage um die Kartenstücke und den vergrabenen Schatz zu finden. Außerdem sollen wir nicht die einzigen sein, die den Schatz finden wollen.

Es folgen Tage voller Spannung, Aufregung aber auch Anstrengung….

Nachdem alle Zelte und Kochstellen aufgebaut sind kann am Mittwoch endlich die Suche nach den Kartenstücken beginnen. Während der Morgenbetrachtung erscheint plötzlich ein Adeliger, der sich Sir Winston von und zu Nottingham nennt und wedelt mit einem Kartenstück vor unseren Nasen herum. Er ist bereit sein Kartenstück an uns auszuhändigen, allerdings nicht ohne Gegenleistung. Alle Guides und Späher erhalten drei Goldstücke, die sie noch am selben Abend bei diversen Glückspielen vermehren sollen. An einem Abend voller Spaß, Nervenkitzel und Risiko gelingt es den Schatzsuchern schließlich genug Goldstücke zu erspielen, um das Kartenstück auszulösen.

Da sich natürlich nicht alle Kartenstücke in unserer unmittelbaren Umgebung befinden, schwärmen unsere mutigen Schatzsucher, nach intensiver Vorbereitung, am Freitag zu einer 2-tägigen Wanderung aus, um weitere Kartenstücke aufzutreiben. Nach unzähligen Schritten, Blasen und weiteren Blessuren kehren alle Patrullen überglücklich, mit einem Kartenstück in der Hand, zurück an den Lagerplatz.

Sir Winston von und zu Nottingham war währenddessen natürlich nicht untätig und konnte ebenfalls ein weiteres Kartenstück ergattern. Erneut ist er bereit dieses an uns weiterzugeben - natürlich nicht ohne Gegenleistung … Der eingebildete Herr hatte in Adelskreisen mit seinen nicht vorhandenen Jagdkünsten geprahlt und fordert daher einige Federn als Jagdtrophäe damit sein Schwindel nicht auffliegt. Auch diese Herausforderung meistern unsere Guides und Späher mit Links und erhalten ein weiteres Kartenstück.

Langsam scheinen es genug Kartenstücke zu sein und das Rätselraten um den Fundort beginnt. Nach langem Überlegen und unzähligen Versuchen die Karte richtig zusammen zusetzten, scheinen sich die Schatzsucher sicher zu sein und sie haben Recht: mit vereinten Kräften gelingt es ihnen, die Schatztruhe aus einem Schacht zu heben.

Vor lauter Freude hätten die Guides und Späher fast übersehen, dass es noch ein kleines Problem gibt: die Truhe ist verschlossen. Wo ist nur der Schlüssel? Da Robin Hood gerade sein Nachmittagsschläfchen macht und wir ihn nicht um Rat fragen können, muss das Öffnen der Truhe warten und der Abbau fortgesetzt werden – schließlich geht es morgen schon wieder heimwärts.

Am letzten Abend lässt sich Robin Hood das Abschluss-Lagerfeuer natürlich nicht entgehen und ist ganz aus dem Häuschen, als er seine verschwundene Schatzkiste sieht. Vor lauter Freude hat Robin plötzlich einen Geistesblitz, greift sich an seinen Hals und zieht unter seinem Gewand einen Schlüssel hervor. Ob der Schlüssel wohl passt? Es ist mucksmäuschenstill als Robin versucht den Schlüssel ins Schloss zu stecken … Und der Schlüssel passt! All die Mühen haben sich gelohnt – die Guides und Späher können die Truhe endlich öffnen und stehen vor einem Haufen von Goldbarren und Silberpfeilen. Der Schatz wird brüderlich geteilt und schließlich fallen alle müde ins Bett.

Gut Pfad,

Julia Fröhle

Leiterin der Guides Markt