Sommerlager Wölflinge 2014

Das diesjährige Sommerlager der Dornbirner Wölflinge stand ganz unter dem Motto "Goldgräber" - oder doch lieber "Extremwandern über Stock und Stein"? Wenn man jetzt einen Leiter oder einen Wölfling fragt, bekommt man wohl ziemlich sicher unterschiedliche Antworten ;)

 

Aber ganz von Anfang an: Am Donnerstagvormittag wurden unsere Goldgräber-in-Spe von ihren Eltern ins Pfadiheim Ludesch gebracht. Schnell das Gepäck abgegeben und schon ging es weiter nach Marul/Raggal zum Walderlebnispfad. Vor dem Abmarsch wurden die Jungs in verschiedene Kleingruppen geteilt und bekamen Aufgaben, die sie auf dem Weg zu lösen hatten (mit mehr oder weniger Erfolg). Wir hatten das Glück, dass die einzigen Sonnentage des Sommers 2014 und unser Lager terminlich zusammenfielen, denn die Sonne brannte unerbitterlich vom Himmel. Aber wir haben uns ja nicht beschwert, Hut aufsetzen, Trinkflasche mit kaltem Wasser füllen und schon geht die Wanderung los. Der Walderlebnispfad hat allen sehr gut gefallen - es sind viele coole Stationen zu meistern. Springe ich eher so weit wie eine Kröte oder so weit wie ein Fuchs? Was für Erschichten verbergen sich unter dem Waldboden? Traue ich mich, ohne mich festzuhalten, über diesen Baumstamm zu laufen, der über den Wasserfall ragt (keine Angst, natürlich mit Sicherungsnetz)? Über wie viele Brücken sind wir eigentlich gelaufen? Welche Tiere könnten sich hier im Wald verstecken? Nach mehren Stunden laufen und Sonne und Jause vernichten und Spaß haben kamen wir wieder an unserem Startpunkt an, wo wir dann auch gleich mit dem Bus wieder in Richtung Pfadiheim fuhren.

Zum Glück waren unsere fleißigen Köche schon fast fertig mit dem Abendessen – wir hatten einen Mordskohldampf! Interessant, wie leise unsere Wölflinge sein können, sobald sie was zum Essen bekommen.. Nach dieser Stärkung und einer kleinen Verschnaufpause ging es gleich weiter mit der fröhlichen Lauferei, wir mussten die Umgebung auskundschaften. Uns war zu Ohren gekommen, dass irgendwo an der nahe gelegenen Lutz eine Goldader gefunden worden wäre – da mussten wir sofort hin! Unsere Goldgräberlehrlinge hatten bei unsrem ersten Besuch zwar noch nicht wirklich was gefunden, doch wir beschlossen, am nächsten Abend auf alle Fälle mit der richtigen Ausrüstung wieder zu kommen.

Doch wie kamen sie zu einer ordentlichen Ausrüstung? Hatte doch keiner gewusst, dass das Gold nicht einfach so am Boden herumliegt, da muss man schon ein bisschen graben und sich die Finger schmutzig machen (als würden sie das nicht liebend gerne machen..). Jeder Wölfling konnte durch positives Auffallen, gut erledigte Aufgaben oder durch Mithilfe bei den Leitern Nuggets sammeln, mit denen dann Goldpfannen oder Tipps, wo denn eine gute Goldader wäre, gekauft werden konnten. Wie nicht anders erwartet, hatten unsere unglaublich braven Jungs *schleimschleim* natürlich ziemlich schnell das nötige Kleingeld gesammelt, damit sie auch bald loslegen konnten. Sie mussten sich jedoch noch etwas gedulden, denn es war schon ziemlich spät und wir hatten für den Abend noch etwas sehr wichtiges geplant: einige unserer Wölflinge bekamen am ersten Abend des Lagers ihr allererstes Tüchle verliehen – stilecht mit Lagerfeuer, Gesinge und allem Drum und Dran. Natürlich mussten sie dann auch damit schlafen gehen und das Halstuch auf keinen Fall abnehmen (wollte auch keiner mehr, möchte nicht wissen, wie die dann Daheim gestunken haben müssen :P ).

 

Tag 2 hat ziemlich ruhig begonnen. Um halb 8 morgens war alles noch still, ganz untypisch eigentlich. Ich wollte eigentlich mal abwarten, wie lange es braucht, bis die ersten müden Augen aus den Schlafsäcken kriechen, doch um kurz vor 8 wurden dann doch alle geweckt – wir waren ja nicht zum schlafen da, wir mussten wieder weiterlaufen ;)

Nach einem feinen Frühstück wurden auch schon die Badesachen gepackt, die Wasserflaschen gefüllt und die Nasen mit Sonnencreme eingeschmiert. Der Weg zum Bahnhof Ludesch war lang, heiß und anstrengend, die Zugfahrt verhältnismäßig kurz und der Weg zum Zielort dann auch wieder lang, aber schlussendlich hat es sich dann doch rentiert: das Schrunser Freibad ist so eine lange Reise wirklich wert. Es gibt eine Rutsche, einen Sandkasten, jede Menge Platz zum spielen, ein Naturbecken, Eis und wieder Sonne pur. Wir verbrachten mehrere Stunden im Bad und hatten einen wirklich tollen Tag – bis wir dann leider gehen mussten. Einige unserer Wölflinge hatten es mit der Pünktlichkeit nicht so genau, weshalb wir dann auch fast unseren Zug verpassten. Das Glück war aber auf unserer Seite und die Jungs sind auch trotz der Hitze wirklich brav gelaufen. Wieder in Ludesch angekommen, waren wir dann aber alle zusammen so müde und fertig, dass wir dann doch lieber den Bus zurück genommen haben, anstatt wieder den Langen Weg zum Heim zu laufen. Nachdem beim Abendessen wieder ordentlich reingeschaufelt wurde, schnappten wir unsere Goldwäscherpfannen und –siebe und machten uns auf den Weg zur Lutz – die Goldadern schrien nach uns! Doch wo anfangen zu suchen? Sunshine hatte ein gutes Näschen für ergiebige Gebiete und gegen ein bisschen Kleingeld war er gerne bereit, ein paar brandheiße Tipps zu vergeben. Bei jedem gefundenen Goldstück wurden die Aufregung und die Gier noch größer. Als dann alle Goldvorkommnisse abgegrast waren, gingen wir wieder zurück ins Heim. Was für ein anstrengender Tag.. jetzt ab in den Schlafsack!

 

Der Samstag begann wieder ziemlich ruhig. Zwar hörte man das erste Füßestampfen doch wieder relativ spät, doch diesmal in größerer Anzahl und durchaus aufgeregter. Das Lagerfieber war ausgebrochen und langsam aber sicher wurden die Jungs ein bisschen aufgedreht – das wünscht man sich doch als Leiter ;)

Den Vormittag verbrachten wir damit, um uns als Goldgräber und Räuber ordentlich zu kleiden, Grillstecken zu schnitzen (ganz wichtig!) und ein paar ordentliche Gesangseinlagen einzustudieren. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wahnsinnig kreativ manche sind und andere wiederum eine Schritt-für-Schritt-Anleitung brauchen, wie man eine Kartoffel bemalt um einen Stempel zu machen ;)

Am Nachmittag waren die Wölflinge körperlich gefordert. Wer konnte am besten einschätzen, wie weit er springen kann und dann auch wirklich so springen? Wer konnte einen Stein am öftesten auf dem Wasser springen lassen? Welches Steckenpferd konnte am schnellsten durch den Wald geritten werden? Die Sonne meinte es an diesem Tag leider etwas zu gut mit uns, denn es war fast unerträglich heiß. Wir machten alle Posten durch und gingen danach zurück zum Lager in den Schatten, wo wir wieder zu Kräften kommen konnten. Die Unmengen on Kuchen, die einige Mütter dankenswerterweise gebacken hatten, halfen dabei sehr :P

Während wir den Nachmittag „außer Haus“ verbracht hatten, reisten unsere GuSp-Lagerfreunde aus Lauterach an, die schon ihre Zelte aufbauten, da sie den Lagerplatz gleich nach uns brauchten. Nachdem wir unser Abendessen am Lagerfeuer genossen hatten, gesellten sich die GuSp zu uns und wir verbrachten die späteren Stunden damit, ein paar Lieder zum Besten zu bringen. Am besten hat unsren Wölflingen wahrscheinlich die „Quietschie-Jagd“ gefallen, die wir in Zukunft wahrscheinlich öfters machen werden ?

Zwischen den verschiedenen Performances wurden auch noch ein paar Abzeichen verliehen, die unsere Jungs verdienterweise bekommen haben. Es hat sie gleich noch viel stolzer gemacht, dass die „großen“ GuSp dabei waren und ihnen auch gratuliert haben – da fühlt sich das gleich ganz anders an ;)

 

Nach einer wieder sehr ruhigen Nacht starteten wir in den letzten Tag des Sommerlagers. Das Wetter war wieder traumhaft schön und nachdem wir unsere 7 Sachen gepackt hatten, schnappten wir unsere Rucksäcke und wanderten noch einmal eine Runde durch die schöne Gegend – wir hatten ja noch nicht genug Laufmeter gemacht ;P Einigen hat das zwar nicht so ganz gefallen, aber ein Pfadi fühlt sich in der freien Natur am wohlsten und erkundet gerne die Umgebung – da kommt jeder noch drauf ?

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es wieder mal ein wirklich tolles Lager war – die Stimmung war Bombe, das Wetter ein Traum, das Programm natürlich perfekt ;)

Ich freu mich schon auf das neue Pfadijahr mit tollen Aktionen und tollen Pfadis ?

 

 

Gut Pfad,

Betty